Arbeitgebermarke Kommunalverwaltung – Aufwachen, Kommunen!

Personalarbeit Personalmarketing Kommune
Der Fachkräftemangel ist ein alter Hut. Nicht nur Unternehmen sind davon betroffen. Auch der öffentliche Dienst kann ein Lied davon singen. Rund 40 Prozent aller Juristen scheiden bundesweit bis 2030 aus dem Dienst aus. Seien es Bauingenieure, Erzieherinnen, Polizisten, Architekten, Lehrer… Die Liste der gesuchten Bewerber lässt sich lange fortschreiben.

Personalgewinnung  Kommune – fünf vor zwölf

Der Fachkräftemangel hat schon länger die Rathäuser erreicht. Doch in vielen Kommunen wird weiter Personalpolitik nach Dienst getan. Dabei ist es schon längst fünf vor zwölf. Im Kampf um Arbeitskräfte sind die Kommunalverwaltungen gefordert, sich besser zu positionieren. „Es fällt uns zunehmend schwerer, geeignete Bewerber für offene Stellen zu finden“, klingt es aus dem Gaggenauer Rathaus. Gaggenau ist mittlerweile überall in Deutschland.

Demographischer Wandel, Fachkräftemangel und Fluktuation zeigen Wirkung. Personallücken sind schon heute die Folge.
„Komm zu uns!“ lautete der Slogan der Stuttgarter Stadtverwaltung.  Mit dieser Werbekampagne will die Landeshauptstadt Stuttgart Erzieherinnen und Erzieher für die Arbeit in einer städtischen Kindertageseinrichtung gewinnen.

Arbeitgebermarke Kommune – Schlüsselaufgabe Personalmarketing

Ein erster Schritt zur Entwicklung eines Employer Branding für die Arbeitgebermarke Kommune. Aktives Personalmarketing wird eine Schlüsselaufgabe für zukunftsorientierte Stadt- und Kreisverwaltungen. Wer gute Mitarbeiter gewinnen will wird mehr tun müssen als nur belanglose Stellenanzeigen zu schalten. Der Auftritt als Arbeitgeber ist zeitgemäß zu gestalten. Der Wertewandel erfordert heute eine Work-Life-Balance ebenso wie Familienfreundlichkeit und Führung auf Augenhöhe.
Dabei gilt: Bieten, was in der Werbekampagne versprochen wurde.

Das kostet aber Geld, tönt es aus den Rathäusern. Ja, es kostet Geld attraktives Personal zu bekommen. Es kostet aber noch mehr Geld und Frust Dienstleistungen einschränken zu müssen.

Autor: Rolf Dindorf

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